Gedankenbuch

diese texte sind (c) by Taff

Dies ist kein Tagebuch, es sind nur Gedanken u. wurde nie so erlebt
numb

 


Januar 2012
Die Vergangenheit wird nie weichen,
dennoch muss man nach vorne blicken.
Es braucht manchmal viel Kraft,
fast so dass man denkt zu viel,
doch man wird es schaffen.
Irgendwie schafft man es immer
und es macht einen stärker,
sagt man jedenfalls...
Es ist aber nicht immer so,
nach jedem Tief kommt ein Hoch
und nach einem Hoch?
Egal was auch kommen wird,
dass was war wird bleiben
und man muss lernen damit zu leben.
Entweder man schafft es,
oder man geht daran zugrunde.


Juli 2005

Ich vermisse Dich!!!
Ich vermisse deinen Geruch,
wenn du mich umarmst
Ich vermisse deine Wärme,
wenn du mich küsst.
Ich vermisse deine Stimme,
wenn du sagst Ich liebe Dich.
Ich vermisse deine Hände,
wenn du die meinen hältst.
Ich vermisse einfach alles an dir,
was ich hatte als du noch da warst.
Ich vermisse ganz einfach Dich!!!
ABSCHIED!
Mein Herz hört langsam auf zu schlagen,
es wollte Dir noch so viel sagen,
doch Du hörst mir leider nicht mehr zu
und sagst zu mir, lass mich in Ruh
Ich brauche Dich fast jeden Tag
Und will Dir sagen, dass ich Dich mag.
Jetzt hasst Du mich
Und ich versteh es nich.
Ich suche das Warum
Aber find es nicht,
drum bring ich mich um
und geh ins Licht.
doch ohne Dich da sterbe ich.
Vielleicht wirst Du am Grabe stehn
und auch bei Dir sind Tränen zu sehn.
Dann überlegst Du sicherlich
und sagst ganz leis: "Ich liebe Dich".
Doch ist es schon viel zu spät,
weil leider kein zurück mehr geht!


April 2005

DU
Du bist der Regen,
der mich gedeihen lässt!
Du bist das Licht
das mich aufblühen lässt!
Du bist die Wolke,
die mir Schatten spendet!
Du bist Luft,
die ich zum Atmen brauche!
Du bist Sonne,
die mir Wärme gibt!
Du bist eine Blume,
die mich lächeln lässt!
Du bist mein zu Hause,
was mir Geborgenheit gibt!
Du bist der Traum,
der wahr geworden ist!
Du bist meine Kleine,
die mich nimmt wie ich bin!
Kurz gesagt ich brauch dich,
und liebe dich von ganzem Herzen!


März 2005

Du reichst mir deine Hand, dass ich sie halte, wenn du einsam bist...
Du lehnst Dich an mich, damit du ausruhen kannst, wenn das Leben dich müde macht...
Du schickst mir deine Tränen, damit ich sie trockne, wenn Du traurig bist...
Du sprichst zu mir, damit ich verstehe, was niemand sonst versteht...
Du hast mich lieb, so wie man eine Freundin lieb hat....

Ich reiche Dir meine Hand, damit ich dich fühlen kann...
Ich lehne mich an Dich, um deine Nähe zu spüren...
Ich verberge vor Dir meine Tränen, damit Du nicht traurig wirst...
Ich spreche zu Dir, damit du hörst was ich nicht sage....
Ich liebe Dich - so wie man nur einmal liebt...

Unfähig zu sterben,
unfähig zu leben.
Nur fähig zu leiden.

Unfähig zu lieben,
unfähig zu hassen,
nur fähig zu verletzen.

Tränen der Seele,
die alles verbrennen
stumm und ungesehen.

Kraft ...
zum Aufgeben zu viel
zum Weiterleben zu wenig.

 

...ich darf nichts mehr sagen, aber ich glaube eine träne sagt mehr als tausend worte...


Juni 2004

ich bin gefangen in meiner Angst,
der Angst zu viel zu sagen.
Ich wollte reden, hatte den Mund schon geöffnet,
aber dann habe ich ihn wieder geschlossen
und meine Worte blieben Gedanken.
Er hat es mir verboten, ich soll schweigen,
ich darf nicht schreiben oder reden.
Als er mir das Messer in den Mund rammte,
um seinen Worten Nachdruck zu verleihen
hat er meinen Gaumen verletz,
es tut weh zu sprechen und ich werde
weiter schweigen, weil ich nicht will,
dass meiner Family etwas passiert
oder ich meine Stimme verliere.
Also werde ich weiterhin nur
die Wand anreden und leise schreien,
ich hoffe jemand hört diese Schreie,
auch wenn ich gleichzeitig Angst habe,
dass sie jemand bemerken könnte.


  •  

Loslassen
Jeden Abend warte ich, dass
er kommt und mich runterholt.
Im Traum werde ich zerstört,
es tut weh, nicht nur körperlich,
meine Seele schreit immer lauter,
doch ich halte es noch aus.
Wenn es dann vorbei ist und
ich wieder unter der Decke liege
kann ich nicht schlafen,
sehe die Bilder fühle den Schmerz.
Nach drei Stunden stehe ich auf,
nehme Schlaftabletten und
gehe wieder leise zu Bett.
Doch ich schlafe nicht ein,
bleibe wach bis es morgen wird.
Ich nehme Schmerztabletten und
gehe in die Schule, bin leer.
Wieder daheim kommt alles hoch
und ich versuche mich abzulenken.
Den Alltag hinter mir lassen,
die weißen sanften Flügel,
die mich am Fallen hinderten ablegen
loslassen und einfach springen.


     


krankenwache
ich sitze an dem bett meines bruders,
er ist krank und bekommt kaum luft.
halte seine hand, sie ist heiß,
er schläund ich halte wache.
mum ist nicht da und er hatte angst,
er tut mir so leid, ist noch so klein.
ich glaube diese krankheit ist anders,
sie ist seelisch bedingt und ich bin schuld,
war nicht da, als er mich brauchte.
das blut an meinem arm ist zeuge davon,
dass ich mich hasse, bis ins innerste.
Das habe ich auch wirklich verdient,
mich kann man eben nur hassen.
Mein Bruder ist krank, warum nicht ich?
Er bedeutet mir so viel, er ist mein
kleiner lieber Bruder, er kann nichts dafür.
Plötzlich hört er auf zu atmen,
ich rüttele ihn energisch wach und
gebe ihm schnell den asthmaspray,
jetzt geht es wieder, legt sich zurück,
er schließt seine blauen augen und
schläft freidlich und lächelnd weiter.
er liegt da wie ein gefallener engel.
ich werde hier sitzenbleiben,
bis mein kleiner bruder gesund ist,
hab ihn doch so lieb.


Mai 2004

meine freundin hat mich um vier uhr nachts angerufen,
ohne ihren anruf wäre ich wohl innerlich gestorben.
sie hat mir geglaubt, mit mir geredet und mut gemacht,
einfach nur zugehört und mir dadurch kraft gegeben.
ich dachte, jeder würde mir so glauben wie sie,
doch da habe ich mich leider sehr getäuscht.
heute habe ich meiner mum alles erzählt,
doch ihre reaktion hatte ich nicht erwartet,
sie gab mir eine ohrfeige und nannte mich "Lügnerin"
das hat wehgetan, der schlag ins gesicht und die worte,
denn es hat mich bis in mein innerstes getroffen.
es war wie tausend nadelstiche in meine seele.


Tätertag (Mai 2004)
ich hasse diesen Geburtstag, konnte gestern nicht einschlafen,
hatte Angst vor dem, was heute passieren wir und passiert ist...
um sieben uhr bin ich aufgestanden, leise und ängstlich.
Ich konnte mich nicht mehr schlafend stellen,
habe sechs stunden nur dagelegen und gezittert, aber wofür?
ich kann es ja doch nicht ändern, muss es aushalten,
werde aber nicht aufgeben, denn dann hat ER gewonnen...
meine mum ist nicht da, mein bruder schläft noch friedlich.
habe ihm gratuliert und er hat nur gegrinst
und gesagt, dass es ein traumtag werden wird.
ich weiß was das heißt, aber in meinem traum sind die handschellen,
die mich an die heizung fesseln werden wehren er diese
erniedrigenden schmerzenden dinge tut,
die ich nicht mehr aussprechen will und niemandem wünsche.
...dreimal war ich heute schon im Traum, es tut weh,
will nur noch sterben, kann die Last nicht mehr tragen.
Mein bruder ist bei einem freund und ich trinke Alk,
um die inneren Schmerzen zu lindern schneide ich mich,
ich reibe das Schmiergelpapier solange an der Haut,
bis sie weggefetz ist und alles blutig wird.
Ich rauche, damit das Zittern und die Angst aufhören,
doch er erwischt mich und drückt die Ziarette aus,
auf meinem Oberschenkel entsteht ein Brandfleck.
Wieder im Traum rieche ich den Alkohol in seinem Atem,
es ist ekelig, ich will das nicht, will sterben,
ich fange an mich zu wehren, schlage um mich trete beiße.
Doch als er mir das messer ans gesicht setzt höre ich auf,
er sagt mir, wenn ich jemals jemandem davon erzähle,
wird er meine mum und meinen bruder vor meinen augen töten,
ich will gar nicht daran denken und lasse es geschehen.
das messer liegt neben mir, ich nehme es in die hand
und steche blitzschnell zu, zwei cm neben dads kopf,
er war wieder einmal schneller und das messer ist kaputt.
jetzt ist er sauer und schlägt wild auf mich ein,
ich kann die schläge nicht alle abfangen und liege
schließlich am boden, als ich denke, dass alles aus ist
zieht er mich an den haaren nach oben und spuckt mich an.
er fesselt mich, will schreien, doch meine stimme versagt.
ich bin am boden, meine kraft ist verbraucht, schutzlos.
höre meine seele langsam und leise zersplittern,
die scherben zerschneiden mich innerlich,
schmerzen, ich spüre nur noch stechende schmerzen.


Radunfall (Mai 2004)
es ist morgens, bin spät dran, muss aber pünklich sein,
höre walkman und rase mit 32 km/h richtung schule.
als ich um die ecke biege sehe ich sechs jungs,
ein junge weicht aus, doch ein anderer fürt in die lücke,
es gibt keinen ausweg, meine bremsen versagen.
entsetzt reise meinen lenker herum, bin zu schnell,
der frontalcrash ist unvermeidlich, es kracht gewaltig.
ich fliege mit dem kopf voran durch die luft,
kann mich abrollen und bleibe dann auf dem rücken liegen.
mein fahrrad liegt 4 meter entfernt total kaputt.
lebe ich noch, oder bin ich gestorben?
STILLE
plötzlich kommt der schmerz, alles tut weh,
höllischer schmerz durchzuckt meinen ganzen körper.
ich höre wirre stimmen und kann nicht aufstehen.
soll ich liegenbleiben? ich schließe die augen,
die sonne scheint und die wärme tut gut.
ich spüre hände, dich mich auf die seite legen.
als ich die augen öffne sehe ich besorgte gesichter,
ich muss lächeln und stehe unter schmerzen auf,
auf die frage, ob alles okay wäre sage ich nur,
dass es mir super geht und es schon passt, eine lüge.
ich schiebe mein kaputtes rad tapfer weiter,
doch sobald die jungs mich nicht mehr sehen können
breche ich zusammen, denn es tut alles so weh.
mein kopf dröhnt, meine knie, arme und beine bluten,
doch ich habe mir nichts gebrochen, nur blaue flecken.
in der schule wasche ich auf dem klo meine hände
und gehe in den unterricht, als wäre nichts gewesen.
einmal mehr bin ich froh eine mauer zu haben,
die meine gefühle verbirgt und eine maske,
hinter die nur jemand sieht, der es sehen darf.
keiner fragt nach, keiner sieht etwas,
weil keiner etwas sehen oder wissen WILL...
...unsichtbare Tränen...



April 2004:

Ich kann mich nicht konzentrieren,
es geht irgendwie nicht mehr richtig.
Diese Bilder gehen mir nicht mehr
aus dem Sinn, sehe sie genau vor mir.
Es ist als ob es gerade passiert wäre.
Ich werde sie einfach nicht los,
egal was ich auch versuche, nichts,
sie sind immer noch da, nein,
fast noch klarer und näher als vorher.
Es ist zum verrückt werden.
Nun gehe ich schlafen und obwohl
ich weiß, dass ER wiederkommt
habe ich keine Angst.


Es ist vorbei, ich habe es geschafft,
wieder ein Stück Kindheit verloren.
Nun kann ich endlich in Ruhe schlafen.
Doch wie soll ich freidlich schlafen
mit all diesen Erinnungen im Kopf?
Ich liege da und weine,
es tut gut, doch hilft es nicht,
denn nur die Schnitte befreien wirklich.


Heute hätte ich mal lernen müssen,
denn morgen ist ein schwerer Tag.
Doch alles was ich getan habe war
sinnlos und reine Zeitverschwendung.


Der Besuch eines Konzentrationslagers (April 2004)
Ich denke an den heutigen Tag, er geht mir einfach nicht aus dem Kopf ... als wir in den Bus einstiegen waren alle noch fröhlich am Reden und Lachen, doch die bedrückende Stille auf der Rückfahrt war fast schon unheimlich ... Wir wollten nur mal eben ein KZ besuchen, doch schon als wir ankamen verstummte das Lachen, denn die Doppelten Mauern waren mit Stacheldraht umzingelt und wir wussten, dass es für die meisten kein Zurück gegeben hatte. Als wir eintreten sehen wir auf einen großen Platz, um uns herum ist es friedlich still und die Vögel zwitzschern. Nur noch die Gedenktafel erinnert an das viele Leid, den Schmerz und die Leichenberge, die hier einst lagen. Ein Lehrer führt uns herum und erklährt den eigentlichen Zweck eines KZ im zweiten Weltkrieg. Als er erzählt, dass hier mehr als 32.000 Menschen gestorben sind sehe ich in geschockte Gesichter. Die Schlafräume sind eng und ungemütlich. Wir erfahren, dass hier nur Menschen über 15 und unter 50 Jahren waren, die anderen wurden alle getötet. Dem Mädchen mit den brauenen Haaren laufen Tränen über die Wange, als ihr klar wird, dass alle Kinder, die in ein KZ kamen, von der SS umgebracht worden sind. Ich nehme ihre Hand und sie flüstert mir zu "Warum?" Eine Frage, die ich nicht beantworten kann. In den Augen der Anderen sehe ich Mitleid, Unfassbarkeit, tiefe Trauer und Hass gegen solch herzlose Leute. Wir gehen weiter zur Erschießungswand und in den Bunker mit 163 Zellen, hier wurde auf die grausamste Art und Weise gefoltert. Uns werden verschiedenste Foltermethoden, wie Baum hängen und über den Bock ziehen vorgestellt. "Wer kann so etwas erfinden?" fragt ein Junge leise. Wir wissen es nicht. Weiter geht es zum Krematorium, hier wurden die Leichen verbrannt. Dann gehen wir in ein "Brausebad" als wird drin sind werden wir gebeten in die Öffnungen in der Decke zu fassen, wo das Wasser rauskommen sollte. Doch nach 10cm ist hier Beton. Schlagartig wird uns klar, dass wir uns in einer Gaskammer befinden und hier unschuldige Menschen sterben mussten. Ich sehe entsetze Gesichter und nasse Augen. Als uns erzählt wird, wie qualvoll der Tod durch Gas ist läuft es mir kalt den Rücken herunter. Im nächsten Raum befinden sich drei weitere Öfen, die zur Leichenverbrennung dienten. In der Decke sind Hacken angebracht, um Häftlinge aufzuhängen und danach gleich zu verbrennen. Mir wird langsam klar, dass wir das Leid, den Schmerz, die Demütigung und die Qualen, die diese Menschen durchstehen mussten nicht mal ansatzweise nachvollziehen können. Auf dem Weg durch das KZ werden uns Geschichten von Insassen erzählt, von einem Sohn, der den Baum umfällen musste, auf dem sein Vater saß. Als er sich weigerte wurde fast totgeprügelt, bis sein Vater ihn von oben angefleht hat den Baum umzusägen, was er dann auch schluchzend tat. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Ich sehe, wie eine Träne zu Boden geht und bin verwundert festzustellen, dass ich weine. Nun wird uns von den grauenvollen und unvorstellbaren Menschenversuchen erzhlt, die an das Äußerte meines Vorstellungsvermögens gehen. Mir wird schlecht und ich kann so eine Grausamkeit einfach nicht fassen. Mir laufen leise Tränen übers Gesicht und ich schaue auf den Boden. Ich spüre eine warme tröstende Hand und höre "So viel leiden - dafür kommen diese Menschen ins Paradies Gottes" Ich schweige, kann nichts sagen. Wir schauen uns noch kurz das Museum an, doch ich denke immer noch an die Erlebnisse der Gefangenen und was sie durchmachen mussten. Als wir wieder im Bus sitzen spricht keiner ein Wort, jeder geht seinen Gedanken nach. Plötzlich bricht ein Mädchen das schweigen und sagt, was wir alle denken "Wie kann man nur so grausam sein, das waren doch keine Menschen, die hatten doch kein Herz...ich begreife es nicht, WARUM?!" Jetzt ist es Abend und ich höre immer noch ihre Worte und mir gehen die Bilder einfach nicht aus dem Kopf von so viel Unmenschlichkeit und Menschenhass, es ist mir unbegreiflich.


März 2004

Schläge
Draußen donnert und blitzt es,
ich schaue aus dem Fenster
und sehe dem Regen zu.
Von dem Gebröll meines Vaters
aus den Gedanken gerissen
renne ich in das Zimmer meines Bruders.
Er schlägt auf ihn gnadenlos ein.
Ich stelle mich dazwischen und versuche
möglichst alle Schläge abzuhalten.
Verdutzt hält ER inne,
mein Bruder klammert sich an mich,
er schmiegt sein Gesicht an meinen Rücken
und seine Tränen versinken leise
in meinem sich nässenden Pulli.

Er schreit mich an,
ich solle aus dem Weg gehen und
verpasst mir ein paar saftige Ohrfeigen,
doch ich werde meinen Bruder nicht allein lassen,
auch wenn ich mit dem Leben bezahlen muss.
Ich bewege mich nicht von der Stelle
und biete ihm die Stirn.
Meine Wangen tun weh und fangen an zu brennen.
Ich sage ruhig, das Gewalt keine Lösung sei
und erst recht keine Erziehungsmethode.
Dafür bekomme ich einen Stroß in den Magen.

Ich spüre die Wärme meines Bruders.
der sich änstlich an mir festhält
sehe den Hass in den Augen meines Vaters
und rieche den Alkohol in seinem Atem.
Langsam bringe ich meinen Bruder zur Türe,
er will nicht gehen, will mich nicht allein lassen,
doch ich dränge ihn raus, er fängt an zu weinen,
weil er mir nicht helfen kann.

Plötzlich wird mein Kopf gegen die Wand geschlagen
und er will mich beiseite drängen,
doch ich versperre ihm den Weg.
Es hagelt Ohrfeigen und Schläge,
bis ich am Boden liege, doch
ich stehe wieder auf und es beginnt von Neuem.

Ich spüre vor Schmerzen meinen Körper nicht mehr
und meine Nase hat angefangen zu bluten,
bei jedem Schlag spritz mein Blut.
Ich sinke zu Boden und stehe ein letzes Mal auf,
dann kann ich nicht mehr, meine Kraft ist zu Ende.

Ich spüre die Fußtritte schon nicht mehr,
sehe nur noch den Boden und fühle seine Kälte.
Irgendwann hören die Schläge auf und
ich bleibe regungslos liegen,
bis mich mein Bruder findet.
Seine Tränen tropfen auf mein Gesicht
und er fragt mich leise "WARUM?"
Doch ich weiß die Antwort nicht,
weiß nur, dass es er
danach besser geht und
es auf den Schultern derer,
die es verkraften können
besser aufgehoben ist.
Ich flüstere "es sind ja nur Schläge"
stehe auf und nehme meinen kleinen
zitternden Bruder in die Arme
und denke mir, es wäre schön,
wenn es bei Schlägen bleiben würde.



Es ist Abend und ich sitze am Schreibtisch
schreibe einen Text, später werden manche sagen
es sei ein Gedicht, doch alles ich schreibe nur
was ich gerade denke oder momentan fühle,
obwohl es eh niemanden je interessieren wird.


Suizidgedanken
da ist ein Fenster
aus dem ich springen soll
soll? oder will? oder muss?
Angst in meiner Seele
Angst davor
die Kontrolle zu verlieren
dass der Teil in mir, der "Blödsinn" sagt
irgendwann zu spät gefragt wird
um dann im Flug zu schreien:
"du grausame Idee der Seele"
doch diese Gedanken würden dann
durch den Schmerz besiegt
wenn es überhaupt
dann noch einen Schmerz gibt
und nie würd ich mein Tun verstehen
für das es keinen Grund zu geben scheint
denn eigentlich geht es mir doch gut
eigentlich .... oder
ist da tief in meiner Nacht
ein dunkles Wesen
das mich besiegen will
lacht, wenn ich am Boden bin
oder will es mich nur erschrecken
oder mir gar den Weg weisen
was kann nur der Grund sein
für solche Gedankenunterwelt
ist es die Vergangenheit
die sich aus ihren Mauern befreien will
ist es der Wunsch nach Liebe
der aggressiv sich meldet
ist es nie gelebte Aggression
oder nur ein Schrei
ein Schrei, für den ich
den Grund vergessen habe
oder ihn nicht sehen will, nur eines ist mir klar
dass ich die Konsequenz des Sprungs nie leben will
doch ich finde weder den Grund, es zu tun
noch die Freiheit, es zu lassen.

-.-
Jeden Morgen geht die Sonne neu auf, doch jede Nacht stirbt meine Seele~
-.-

 

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